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Der ResponsibleComputing circle untersucht die Beziehung zwischen Technologie, insbesondere Computersystemen, und den Gesellschaftsstrukturen, die unsere Welt prägen. Wir nutzen interdisziplinäre Forschung aus den Bereichen Ethik, Information, Recht, Politik und sozialer Verantwortung, um die gesellschaftlichen Auswirkungen dieses komplexen Zusammenspiels zu erforschen. Unsere Forschung befasst sich mit kritischen Fragen in diesen Schlüsselbereichen: Ethische Überlegungen bei der Entwicklung und Gestaltung von Technologien, Abwehr von technologischen Bedrohungen, Nutzung von Technologie für positive Auswirkungen, Algorithmische Verantwortung und gesellschaftliche Auswirkungen, Digitale Inklusion

Unsere Mission:

Reflexion & Einfluss: Wir analysieren die Auswirkungen technologischer Fortschritte kritisch. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass Technologie als Katalysator für einen verantwortungsvollen, nachhaltigen und integrativen gesellschaftlichen Fortschritt wirkt.

Kritik & Advocacy: Wir kritisieren und bekämpfen aktiv Initiativen, bei denen Technologie die Gefahr birgt, eine nicht nachhaltige Entwicklung zu fördern oder eine dehumanisierte, dystopische Zukunft zu begünstigen.

Neuigkeiten aus unserem Circle

  • Modellgestützte Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen
    zum Projekt

    Die Regulation von Schilddrüsenhormonen ist ein noch junges Forschungsgebiet, da der Regelkreis noch nicht vollständig erforscht ist. Die Entwicklung eines medizinischen Instruments auf der Grundlage eines mathematischen Modells könnte die Behandlungszeit verkürzen.

  • Skill-Sharing
    zum Projekt

    Der thematisch-inhaltliche Rahmen des Projekts besteht darin, Möglichkeiten zu erforschen, wie Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen dabei unterstützt werden können, ihre Fähigkeiten weiterzugeben.

  • GoDataSpace
    zum Projekt

    GoDataSpace war ein fünfmonatiges exploratives Forschungsprojekt zur Governance des Urban Data Space, durchgeführt von einem Team von Forschern von drei Partnerinstitutionen, der TU Wien, der FH Technikum Wien und dem IHS (Institut für Höhere Studien).

  • Neue Mobilität in post-traditionellen Gemeinschaften: P2P Carsharing in ländlichen und urbanen Kontexten
    zum Projekt

    Geteilte Mobilität wird als wichtiger Bestandteil einer multimodalen nachhaltigen Mobilität betrachtet, um die Abhängigkeit von individuellen Autos zu reduzieren, indem den Nutzern neue Optionen zur Erfüllung ihrer Transportbedürfnisse angeboten werden.

  • iMentality
    zum Projekt

    Mit der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft und nahezu aller Lebensbereiche ändert sich auch der Handlungsspielraum, die Rolle und die Verantwortung von Informatikern als Experten und Gestalter dieser Entwicklungen.

  • Innovationslabor für digitale Inklusion (IDI)
    zum Projekt

    Ziel dieses partizipativen Forschungsprojekts ist es, die Frage zu klären, wann, wo und warum ‘one-size-fits-all’-Annahmen, d.h. die Annahme, dass dieselben digitalen Lösungen alle Herausforderungen in Bezug auf Inklusion lösen können, in einem inklusiven Kontext an ihre Grenzen stoßen werden.

  • Digitale Kompetenz in Robotik und Informatik für sozial benachteiligte Menschen
    zum Projekt

    Robotik und Informatik sind undenkbar ohne digitale Kompetenz. Beide bieten einen möglichen Einstieg in die digitale Welt und fördern die Entwicklung digitaler Kompetenzen.

  • Bias in Automated Driving Systems (BADS)
    zum Projekt

    Automatische Fahrsysteme legen in der Simulation etwa 100% mehr Kilometer zurück als im physischen Raum. Dies wirft Fragen zur Qualität von Datensätzen und Datenaufzeichnungen auf, die die Fähigkeiten dieser Fahrsysteme prägen.

  • AAL Best Practice Scoping Review
    zum Projekt

    Ein Best Practice Scoping der kuratierten nationalen AAL-Studien der letzten zehn Jahre wird erstellt. Die Analyse zielt darauf ab, technologische Innovationen zu untersuchen, die entwickelt wurden, um die Pflege, den Haushalt und den Lebensbereich zu fördern.

  • Partizipation in digitalen Räumen
    zum Projekt

    Das Projekt zielt auf die Schaffung partizipativer digitaler Plattformen und Artefakte ab, die einen fairen und nicht-selektiven Zugang zum digitalen Raum für alle Bürger unabhängig von sozioökonomischem Hintergrund, Demografie oder anderen sozialstrukturellen Merkmalen bieten.

  • AMS-Algorithmus – eine soziotechnische Studie (C!S)
    zum Projekt

    Eine soziotechnische Analyse des Profilierungssystems des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS). Im Jahr 2020 wird das AMS einen Algorithmus einführen, um Subventionen für die Qualifizierung von Jobsuchenden zu verteilen. Der sogenannte ‘AMS-Algorithmus’ ist umstritten. Das ITA Wien analysiert in Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer und der TU Wien technische Besonderheiten und soziale Auswirkungen des Systems.

Unser wissenschaftlicher Hintergrund

Interdisziplinäre Erforschung des Schnittpunkts von Technologie & Gesellschaft

Das Feld der Informatik und sozio-technischen Systeme greift unter anderem auf Methoden aus der Informatik, den Sozialwissenschaften, der Organisationsforschung und der Mensch-Computer-Interaktion zurück (Carroll, 2013). Dies macht es zu einem reichen und lebendigen Bereich, der wertvolle Einblicke in die Entwicklung von Technologien bieten kann, die nicht nur technisch fortgeschritten, sondern auch gesellschaftlich verantwortungsbewusst und effektiv in ihrem Wirken sind (Sommerville, 2018).

Die Theorie der sozio-technischen Systeme entstand in der Organisationsentwicklung, um die Interaktion von Menschen und Technologie am Arbeitsplatz zu erklären (Trist & Bamforth, 1951). Sie postuliert, dass sowohl die sozialen Aspekte (Einzelpersonen, Rollen, Beziehungen, Kultur, etc.) als auch die technischen Aspekte (Werkzeuge, Maschinen, Prozesse, etc.) voneinander abhängig sind und gemeinsam betrachtet werden müssen, um die Effektivität eines Systems sicherzustellen (Bostrom & Heinen, 1977).

In der Informatik kann die Forschung zu sozio-technischen Systemen viele Aktivitäten umfassen, darunter:

  • Die Gestaltung von Software-Systemen, die die sozialen Strukturen und Prozesse der von ihnen bedienten Organisationen besser berücksichtigen (Baxter & Sommerville, 2011).
  • Die Untersuchung der gesellschaftlichen Auswirkungen von Computertechnologien wie künstliche Intelligenz, soziale Medien oder digitale Währungen (Pasquale, 2015).
  • Das Verstehen und das Abschwächen von technologiebezogenen sozialen Problemen wie der digitalen Kluft, Cybersicherheitsbedrohungen, Datenschutzproblemen und ethischen
  • Überlegungen zur Künstlichen Intelligenz (Floridi & Taddeo, 2016).
  • Die Analyse, wie soziale Faktoren wie Zusammenarbeit, Vertrauen oder Nutzerverhalten die Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von Software-Systemen beeinflussen (Whitworth & de Moor, 2009).

Das Feld der Informatik und sozio-technischen Systeme greift auf Methoden aus der Informatik, den Sozialwissenschaften, der Organisationsforschung und der Mensch-Computer-Interaktion zurück, unter anderem (Carroll, 2013). Dies macht es zu einem reichen und lebendigen Bereich, der wertvolle Einblicke in die Entwicklung von Technologien bieten kann, die nicht nur technisch fortgeschritten, sondern auch gesellschaftlich verantwortlich und effektiv in ihrem beabsichtigten Kontext sind (Sommerville, 2018).


Unsere Transformation von der Erforschung von Informatics & Society (C!S) zu Technology & Society (CTS)

Technologische Fortschritte haben schon immer einzigartige Herausforderungen für die wissenschaftliche Forschung und die Gesellschaft im Allgemeinen geschaffen. Angesichts der allgegenwärtigen Natur der heutigen Informations- und Kommunikationstechnologien und des raschen technologischen Fortschritts sind die Konsequenzen dieser Entwicklungen selten klar und müssen aus vielfältigen Perspektiven sorgfältig betrachtet werden.

Das Center for Informatics and Society der Technischen Universität Wien, dem Leitmotiv 'Technologie für Menschen' folgend, untersuchte Entwicklungen im Schnittpunkt von Gesellschaft und Informatik, unterstützte Forschungsbemühungen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und förderte einen offenen Diskurs durch Workshops, Vorträge und öffentliche Veranstaltungen.

Die Umwandlung vom Center for Informatics & Society (C!S) zum Center for Technology & Society (CTS) spiegelt die sich entwickelnde Landschaft der Technologie und ihre tiefgreifenden Auswirkungen auf die Gesellschaft wider. Da die Technologie weiterhin rasant voranschreitet, ist es unerlässlich, unseren Fokus zu erweitern, um nicht nur die Informatik oder technischen Aspekte, sondern auch die breiteren gesellschaftlichen Auswirkungen zu erfassen. Der neue Name, CTS, erfasst besser die interdisziplinäre Erforschung der Schnittstelle zwischen Technologie und Gesellschaft und betont unser Engagement für eine ethische, nachhaltige und inklusive Entwicklung in einer sich ständig verändernden technologischen Welt.



Referenzen
Baxter, G., & Sommerville, I. (2011). Socio-technical systems. From design methods to systems engineering. Interacting with Computers, 23(1), 4-17.
Bostrom, R. P., & Heinen, J. S. (1977). MIS problems and failures. A socio-technical perspective. MIS Quarterly, 1(3), 17-32.
Carroll, J. M. (2013). Human-computer interaction. Brief intro. Soegaard, M. & Dam, R. F. (Eds.). The Encyclopedia of Human-Computer Interaction, 2nd Ed.
Floridi, L., & Taddeo, M. (2016). What is data ethics? Philosophical Transactions of the Royal Society A. Mathematical, Physical and Engineering Sciences, 374(2083).
Mumford, E. (2006). The story of socio-technical design. Reflections on its successes, failures, and potential. Information Systems Journal, 16(4), 317-342.
Pasquale, F. (2015). The black box society. Harvard University Press.
Sommerville, I. (2018). Software engineering for socio-technical systems. In International Conference on Software Engineering (pp. 465-474).
Trist, E., & Bamforth, K. (1951). Some social and psychological consequences of the longwall method. Human relations, 4(1), 3-38.
Whitworth, B., & de Moor, A. (2009). Legitimate by design. Towards trusted socio-technical systems. Behaviour & Information Technology, 28(1), 31-46.





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HILDA TELLIOĞLU
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